Das war der 3. PR Tech Day!

PR Tech Day 2025 von OBSERVER und CommClubs
PR Tech Day 2025 von OBSERVER und CommClubs
PR Tech Day 2026

Mehr als 100 Kommunikationsprofis vor Ort in Wien und online verfolgten am 15. April 2026 den 3. PR Tech Day. Die Veranstaltung in der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft wurde vom CommClubs Bayern und »OBSERVER« Brand Intelligence organisiert.

KI, GEO und datenbasierte Kommunikation im Mittelpunkt

Das Event zeigte, wie stark Künstliche Intelligenz die Kommunikationsbranche bereits verändert. Im Fokus standen neue Anforderungen an Sichtbarkeit, Relevanz und strategische Steuerung digitaler Inhalte. Besonders Generative Engine Optimization spielte eine zentrale Rolle. Der Ansatz beschäftigt sich damit, wie Unternehmen, Marken und Inhalte in KI-basierten Such- und Antwortsystemen sichtbar werden.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Petra Lorenz, Präsidentin des CommClubs Bayern. Anschließend führte GEO-Experte René Detter in die Grundlagen und die strategische Bedeutung von Generative Engine Optimization ein. Darauf aufbauend zeigte KI-Consultant Saugaat Narula von Ketchum, wie sich GEO-Erkenntnisse in die Kommunikationspraxis übertragen lassen und welche Konsequenzen sich daraus für Strategien in PR, Marketing und Content ergeben.

Praxisbeispiele für Generative Engine Optimization

Wie agenturseitige Lösungen im Bereich GEO aussehen können, verdeutlichte Grayling. Managing Director Moritz Arnold und Senior Consultant Valerie Pechhacker stellten den selbst entwickelten GEO Reputation Index vor. Das Modell soll Unternehmen dabei unterstützen, ihre Sichtbarkeit in KI-basierten Systemen gezielt zu analysieren und zu verbessern.

Auch Mathias Lipp-Rosenthal widmete sich der praktischen Anwendung von KI in der Kommunikation. In seinem Vortrag standen aktuelle Entwicklungen bei KI-Assistenten und deren Einsatzmöglichkeiten im Arbeitsalltag von Kommunikationsabteilungen im Mittelpunkt.

Menschliche Kontrolle bleibt bei KI entscheidend

Mit einem kritischen Blick auf automatisierte Systeme eröffnete Helmut Niessner die zweite Hälfte des Events. Er lenkte den Fokus auf Sicherheitsaspekte und die Grenzen KI-gestützter Anwendungen. Dabei machte er deutlich, dass menschliche Kontrolle weiterhin unverzichtbar ist:

Man darf KI nicht mit einem Taschenrechner vergleichen, der immer zu 100 % die richtigen Ergebnisse liefert. Die Kontrolle durch den Menschen bleibt entscheidend, um Fehler und Halluzinationen durch KI korrigieren zu können.“

Die Aussage unterstreicht einen zentralen Punkt, der sich durch viele Diskussionen rund um Künstliche Intelligenz zieht: KI kann Kommunikationsprozesse unterstützen, ersetzt aber nicht die fachliche Einordnung und Verantwortung durch Menschen.

Welche Prompts Unternehmen aktuell beobachten lassen

Stephan Ifkovits, Marketingleiter bei »OBSERVER«, gab Einblicke in jene Prompt-Arten, die Unternehmen und Agenturen derzeit besonders häufig beobachten lassen. Damit wurde sichtbar, welche Themen und Fragestellungen in der KI-gestützten Kommunikation aktuell an Relevanz gewinnen.

Für Kommunikationsverantwortliche ist diese Entwicklung besonders interessant, weil Prompts zunehmend als Indikatoren dafür dienen, welche Informationsbedürfnisse, Suchmuster und Anwendungsfälle in KI-Systemen eine Rolle spielen. Das eröffnet neue Perspektiven für Medienbeobachtung, Themenmonitoring und strategische Kommunikationsplanung.

Neue Modelle für Social Media und digitale Werbewirkung

Ein weiterer Programmpunkt befasste sich mit der Bewertung digitaler Kommunikation. Maximilian Heske und Jan Ritter von digiknall präsentierten ein Modell zur Werbewertberechnung von Social-Media-Aktivitäten. Damit griffen sie eine Fragestellung auf, die für Kommunikationsabteilungen und Agenturen seit Jahren relevant ist: Wie lässt sich der Wert digitaler Sichtbarkeit sinnvoll und nachvollziehbar quantifizieren?

Gerade im Zusammenspiel mit KI-gestützten Analysen und automatisierter Auswertung könnten solche Modelle künftig an Bedeutung gewinnen.

KI, Inklusion und diskriminierungsfreie Daten

Einen gesellschaftlich wichtigen Akzent setzte SISTERHOOD Berlin. Anja Teßmann und Julie Teßmann thematisierten Stereotype und Diskriminierung in KI-Trainingsdaten. Sie warben für ein bewusstes, inklusives Prompting und verwiesen auf die Bedeutung alternativer KI-Modelle wie COCO.

Der Beitrag machte deutlich, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Kommunikation nicht nur technologische, sondern auch ethische Fragen aufwirft. Für Unternehmen und Agenturen gewinnt damit die Verantwortung an Bedeutung, KI-Anwendungen nicht nur effizient, sondern auch reflektiert und diskriminierungssensibel einzusetzen.

Ausblick auf KI-getriebene Marktforschung

Den Abschluss der Vortragsreihe gestalteten »OBSERVER« Geschäftsführer Florian Laszlo und Oliver Vogel von Digital Twin Consulting. Sie gaben einen Ausblick auf KI-getriebene Marktforschung und zeigten, welches Potenzial digitale Zwillinge als KI-basierte Panels für künftige Markterhebungen bieten.

Die vorgestellten Ansätze sollen schnellere, kontinuierliche und kosteneffiziente Marktforschung ermöglichen. Damit wurde ein weiteres Feld sichtbar, in dem KI die Kommunikations- und Marketingpraxis nachhaltig verändern kann.

Paneldiskussion und Networking in Wien

Im anschließenden Panel diskutierten die Vortragenden den idealen KI-Workflow in der Kommunikationspraxis. Dabei standen Fragen nach Effizienz, Qualitätssicherung, strategischer Integration und verantwortungsvollem Einsatz im Mittelpunkt.

Während der Livestream für die online zugeschalteten Teilnehmenden um 19:30 Uhr endete, wurde das Networking vor Ort in Wien noch bis in den späten Abend fortgesetzt. Bei Food & Drinks nutzten die Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch.

Stephan Ifkovits, Event-Verantwortlicher bei »OBSERVER«, zog ein positives Fazit:

Es war uns eine Freude, mit so vielseitigen Expert:innen die neuesten technologischen Entwicklungen in der Kommunikationsbranche zu besprechen. Unser Dank gilt allen Teilnehmenden vor Ort sowie online für ihr großes Interesse und die engagierten Diskussionen.“

Der 4. PR Tech Day ist bereits geplant

Nach dem erfolgreichen dritten Event ist die Fortsetzung bereits fixiert: Der 4. PR Tech Day findet am 6. Oktober 2026 in Nürnberg statt.

Damit setzt die Veranstaltungsreihe ihren Fokus auf Künstliche Intelligenz, Generative Engine Optimization und innovative Kommunikationstechnologien fort. Für PR-, Marketing- und Social-Media-Verantwortliche bleibt der PR Tech Day damit eine Plattform, um aktuelle Entwicklungen frühzeitig einzuordnen und neue Impulse für die eigene Praxis mitzunehmen.

LEADERSNET , MEDIANET berichten.